attomol® DPD-Exon 14-Skipping Quicktype

REF 1044

CE
IVD
Verwendung

Testkit zur Bestimmung der DPD-Exon 14-Skipping-Mutation im humanen DPD-Gen.

Klinischer Hintergrund

5-Fluoruracil (5-FU) ist eines der am häufigsten verwendeten Medikamente bei der Behandlung von Mammakarzinomen, gastrointestinalen Tumoren und Krebs im Bereich Kopf und Nacken (van Kuilenburg et al., 2001, Clin Cancer Res, 7(5):1149-1153). Neben seiner therapeutischen Wirkung ist 5-FU jedoch durch den Einbau seiner Metabolite in die DNS zellschädigend. Seine Verfügbarkeit im Körper wird durch das Leberenzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) reguliert, das rund 85 % des verabreichten Medikamentes in unwirksame Produkte abbaut. Bei ca. 3 % der mit 5-FU behandelten Patienten werden jedoch Nebenwirkungen wie neurologische Schädigungen, Haarausfall, Mukositis und Kardiotoxizität begleitet von einer Uracil- und Thyminurie beobachtet. In seltenen Fällen endete die Behandlung mit 5-FU auch letal. Diese Unverträglichkeit ist auf die fehlende bzw. verminderte Enzymaktivität der DPD zurückzuführen. Insgesamt wurden 23 Mutationen und Polymorphismen im DPD-Gen entdeckt. In schweren und letalen Fällen unter 5-Fluoruracil-Behandlung handelt es sich zu 30 % um die sogenannte Exon 14-Skipping-Mutation des DPD-Gens. Diese Punktmutationin der GT-Splicing-Konsensus-Sequenz des Exons 14, bei der die Base Guanin durch Adenin ausgetauscht wird, führt zum Verlust von 55 Aminosäuren in der natürlichen Proteinsequenz der DPD. Das 165 bp große Exon 14 wird „überlesen“, was zu einem völligen Funktionsverlust des Proteins führt (Gross et al., 2002, Zentralbl Gynakol, 124(12):574-579; Vreken et al, 1998, Adv Exp Med Biol, 431:341-346). Durch die verminderte bzw. fehlende DPD-Enzymaktivität kann der Körper das verabreichte 5-Fluoruracil nicht schnell genug in unwirksame Produkte abbauen, wodurch es zu einer Anreicherung im Körper kommt und die schweren bis lebensbedrohlichen Nebenwirkungen entstehen. Bereits heterozygote Träger dieser Mutation entwickeln ein stark erhöhtes Toxizitätsrisiko und sollten mit einer reduzierten Dosis an 5-FU behandelt werden. Die Prävalenz der heterozygoten Form der DPD-Exon 14-Skipping-Mutation beträgt in der europäischen Bevölkerung 1 bis 2 % (Steiner et al., 2002, Dtsch Med Wochenschr, 127:2225).

Testkitbestandteile
QT Kit - komprimiert

■ deionisiertes PCR-Wasser
■ PCR-Puffer I
■ Primer DPD-Exon 14-Skipping
■ Gebrauchsanweisung

Kurzinformationen

Probe

DNS aus Blut

Geräte

Thermocycler
Gel- oder Kapillarelektrophoresesystem

Betrieb

manuell

Dauer

3-4 h

Ergebnis

qualitativ

Bestimmungen

20 Reaktionen

Anlagen
QT 400x400 neu
Linkbild BA Realtime LT
Linkbild SDB QT