attomol® Titan-Periimplantitis Realtime TM

REF 1211

CE
IVD
Verwendung

Testkit zur Bestimmung folgender Transitionen im humanen Faktor II:

■ IL-1A -889C>T
■ IL-1B +3954C>T
■ IL-1RN +2018T>C

Klinischer Hintergrund

Laut der Deutschen Gesellschaft für Implantologie e.V. (DGI) werden jährlich ca. eine Million Zahn­implantate eingesetzt. Eine steigende Anzahl davon sind festsitzende Titan-Implantate. Neben dem Nutzen für den Anwender durch das Implantat kommt es immer häufiger zu Erkrankungen des weichen und harten Implantat-umgebenden Gewebes. Hierzu zählen die periimplantäre Mukositis und die Periimplantitis. Letztere ist im Gegensatz zur Mukositis eine Entzündungsreaktion des Implantat-umgebenden Gewebes, die mit einem irreversiblen Knochenabbau, Vergrößerung von Zahntaschen und verstärkter Eiterbildung einhergeht [1, 2], was letztendlich zum Implantatverlust führen kann.

Periimplantitis entsteht durch ein komplexes Zusammenwirken von Risikofaktoren wie Rauchen, gene­tischen Faktoren und bestimmten Bakterien der Mundflora. Die Wahrscheinlichkeit für das Ent­stehen von Periimplantitis liegt unter Berücksichtigung aller Risikofaktoren bei ca. 10 % [3].

Eine bestimmte Form der Periimplantitis wird durch Titan induziert, aus dem die meisten der verwen­deten Implantate bestehen. Für die Entstehung der Titan-induzierten Periimplantitis spielen vor allem genetische Faktoren und eine Hyperaktivität von Makrophagen, induziert durch Titanpartikel, eine Rolle. Zu den genetischen Faktoren gehören Polymorphismen in den Interleukin 1 (IL-1)-Genen IL-1A, IL-1B und IL-1RN, die sich auf dem Chromosom 2 befinden. Dabei wird durch die Polymor­phismen ‑889 (C>T) von IL-1A bzw. +3954 (C>T) (ehemals +3953 [4]) von IL-1B eine erhöhte Produktion der Proteine IL-1a und IL-1b ausgelöst. Zudem führt der Polymorphismus +2018 (T>C) im IL-1RN-Gen zur verringerten Freisetzung des IL-1 Rezeptorantagonisten, so dass dessen entzün­dungs­hemmende Wirkung vermindert wird [5].

Die Wahrscheinlichkeit für derartige Polymorphismen und damit das erhöhte Risiko für Zahner­kran­kungen liegt in der europäischen Bevölkerung bei etwa 15 %. Die Bestimmung der genannten gene­tischen Faktoren trägt gemeinsam mit dem Titan-Stimulationstest dazu bei, schon im Vorfeld der Implantation eine Risikoabschätzung für die Titan-assoziierte Periimplantitis vornehmen zu können [6].

Testkitbestandteile
Kit MTHFR 1298 TM links

■ Deionisiertes PCR-H2O
■ Prämix IL-1A -889C>T RT TM
■ Prämix IL-1B +3954C>T RT TM
■ Prämix IL-1RN +2018T>C RT TM
■ Hot Start Taq DNA-Polymerase
■  Gebrauchsanweisung

Kurzinformationen

Probe

DNS aus Blut

Geräte

LightCycler® 480
AriaMx
Mx3005P
Rotor-Gene® Q
CFX96TM
peqSTAR 96Q

Betrieb

halbautomatisch

Dauer

ca. 1,5 h

Ergebnis

qualitativ

Bestimmungen

3 x 50 Reaktionen

Anlagen
Bild GA Moldi
Linkbild SDB RT LT